Großübung im Bioenergiepark Forst: Zusammenarbeit der Spezialeinheiten erfolgreich trainiert
Artikel vom 03. März 2026
Am Dienstag, den 24. Februar, kam es im Bioenergiepark Forst zu einer Verpuffung während laufender Wartungsarbeiten.
Die Leitstelle Lausitz alarmierte daraufhin mit dem Einsatzstichwort B-Gebäude groß die Ortswehr Forst-Stadt mit dem Zug Süd und dem Zug Mitte sowie die Ortswehr Hornow sowie Groß-Jamno.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich zunächst die gemeldete Lage. Kurze Zeit später wurde jedoch deutlich, dass es sich um eine groß angelegte Übung des Landkreises Spree-Neiße handelte, deren Ziel es war, die Abläufe eines komplexen Schadensereignisses unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Im weiteren Übungsverlauf wurden zusätzliche Spezialkräfte nachgefordert. Dazu zählte die Gefahrstoffeinheit, die in gemeinsamer Trägerschaft der kreisfreien Stadt Cottbus und des Landkreises Spree-Neiße aufgebaut wurde, sowie die Schnell-Einsatz-Einheit (SEE) Versorgung aus Guben. Gerade das Zusammenspiel dieser überörtlichen Komponenten stand im Fokus der Übung.
Zur Bewältigung der Lage wurde die Einsatzstelle in drei Abschnitte gegliedert:
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Abschnitt Brandbekämpfung: Feuerwehr Forst
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Abschnitt Medizinische Versorgung: SEE-Einheiten
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Abschnitt Gefahrstoff: Gefahrstoffeinheit mit dem Auftrag zur Lageerkundung und Messung, zur Menschenrettung unter Schutz sowie zur Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen
Im Verlauf der Übung galten fünf Personen als vermisst. Diese wurden durch die eingesetzten Trupps unter den angenommenen Gefahrenbedingungen lokalisiert, gerettet und anschließend fachgerecht dekontaminiert sowie medizinisch versorgt.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig abgestimmte Führungsstrukturen, funktionierende Kommunikation und das reibungslose Zusammenwirken verschiedener Einheiten sind. Nur durch regelmäßiges gemeinsames Training kann im Ernstfall schnell, zielgerichtet und professionell geholfen werden.
Der Landkreis Spree-Neiße zeigte sich mit dem Verlauf und den gewonnenen Erkenntnissen sehr zufrieden. Die Übung hat deutlich gemacht, dass die geschaffenen Strukturen – insbesondere die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Cottbus sowie die Einbindung der SEE-Einheiten – im Einsatzfall tragfähig sind.
Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften, Organisatoren sowie den Unterstützern im Hintergrund, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieser umfangreichen Ausbildungseinheit beigetragen haben.
FB Berichtswesen
Chris Bertko
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