Feuerwehr Forst-Lausitz setzt auf Mobilfunk-Rauchmelder in Einsatzfahrzeugen
Artikel vom 16. März 2026
Die Sicherheit der eigenen Einsatztechnik gewinnt für Feuerwehren zunehmend an Bedeutung.
In den vergangenen Monaten waren bundesweit immer wieder Berichte über Brände in Feuerwehrgerätehäusern oder an abgestellten Einsatzfahrzeugen zu lesen. Ursache sind häufig technische Defekte oder Probleme mit Akkus und Ladeeinrichtungen.
Auch moderne Feuerwehrfahrzeuge sind heute mit einer Vielzahl akkubetriebener Geräte ausgestattet. Dazu gehören beispielsweise Handscheinwerfer, LED-Einsatzlampen, Akkus für Rettungsgeräte oder weitere elektrische Ausrüstung. Viele dieser Geräte werden dauerhaft auf den Fahrzeugen geladen, um jederzeit einsatzbereit zu sein. Kommt es hier zu einem technischen Defekt oder einem Akku-Brand, wird dieser oftmals erst sehr spät erkannt – häufig erst dann, wenn bereits Rauch aus dem Fahrzeug austritt.
Zwar sind viele Gerätehäuser inzwischen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet, doch diese sind selten auf eine Leitstelle oder einen Wachdienst aufgeschaltet. Eine frühzeitige Alarmierung ist daher nicht immer gewährleistet.
Die Feuerwehr Forst (Lausitz) hat dieses Risiko frühzeitig erkannt und reagiert: In allen Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr – einschließlich der Ortswehren – wurden in den vergangenen Wochen Mobilfunk-Rauchmelder der Firma Lupus installiert.
Zwei Rauchmelder pro Fahrzeug
Jedes Fahrzeug ist nun mindestens mit zwei Rauchmeldern ausgestattet.
Diese befinden sich jeweils in der Mannschaftskabine sowie in einem (oder mehreren) Gerätefächern des Fahrzeugs.
Die eingesetzten Rauchmelder verfügen über eine integrierte SIM-Karte und können im Alarmfall über das Mobilfunknetz eine Meldung an eine App senden. Dadurch wird ein möglicher Brand bereits in der Entstehungsphase erkannt und gemeldet – auch wenn sich niemand im Gerätehaus befindet.
Alarmierung direkt auf das Smartphone
Im Alarmfall erhalten die verantwortlichen Kräfte eine Push-Benachrichtigung auf ihrem Smartphone. Die jeweiligen Ortswehrführer sind bereits in der App hinterlegt und werden automatisch informiert, sobald ein Rauchmelder auslöst.
Darüber hinaus ist bereits in Umsetzung, die Alarmierung zusätzlich in die bestehende Alarmierungs-App der Feuerwehr zu integrieren. Hierfür sollen eigene Gruppen eingerichtet werden, in denen die Kameradinnen und Kameraden organisiert sind, die Zugang zu den jeweiligen Gerätehäusern besitzen.
Löst ein Rauchmelder aus, können diese Einsatzkräfte schnell zum Gerätehaus fahren, die Lage überprüfen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen einleiten – noch bevor sich ein Brand ausbreiten kann.
Idee aus der Region übernommen
Die Feuerwehr Forst-Lausitz ist mit dieser Lösung eine der Vorreiterwehren in der Region. Die Idee dazu entstand nach einem Erfahrungsaustausch mit der Feuerwehr Schenkendöbern, wo ähnliche Mobilfunk-Rauchmelder bereits erfolgreich im Einsatz sind.
Die dort gemachten positiven Erfahrungen überzeugten die Verantwortlichen aus Forst, sodass die Technik schließlich beschafft und in allen Fahrzeugen installiert wurde. In den vergangenen Tagen und Wochen wurden die Melder montiert, eingerichtet und in das App-System integriert.
Prävention zum Schutz der Einsatztechnik
Mit der Installation der Mobilfunk-Rauchmelder setzt die Feuerwehr Forst-Lausitz ein deutliches Zeichen für präventiven Schutz der eigenen Einsatzmittel. Fahrzeuge und Ausrüstung stellen einen hohen materiellen Wert dar und sind für die Sicherheit der Bevölkerung unverzichtbar.
Eine frühzeitige Branderkennung kann im Ernstfall entscheidend sein, um größere Schäden zu verhindern und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr dauerhaft sicherzustellen.
FB Berichtswesen
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