Ein einsatzreiches Jahr
Artikel vom 09. Februar 2026
Zu knapp 1.300 Einsätzen sind die freiwilligen Feuerwehren im Spree-Neiße-Kreis im letzten Jahr ausgerückt. Die Sirene und der „Pieper“ gingen damit etwas seltener als im Vorjahr.
Der Blick auf die nun veröffentlichte Jahresstatistik macht deutlich: Ein Trend hält dabei seit Jahren an: Die Feuerwehr ist deutlich seltener mit dem namensgebenden Feuer beschäftigt, den Großteil des Einsatzvolumens machen sogenannte technsiche Hilfeleistungseinsätze (TH) aus. Dahinter kann sich eine Ölspur verbergen, eine Tragehilfe für den Rettungsdienst, oder auch ein schwerer Verkehrsunfall. Das Verhältnis Brand- zu TH-Einsätzen hat sich in den letzten Jahren ungefähr auf das Verhältnis ¼ zu ¾ eingependelt. Das bedeutet auch, dass die freiwilligen Feuerwehrleute sich ständig auf dem neuesten Ausbildungsstand halten müssen, um für jedes Szenario gewappnet zu sein.
Jeder Tote ist einer zu viel
560 Menschenleben konnten im vergangenen Jahr durch die schnelle und kompetente Hilfe der Feuerwehr gerettet werden. Für 30 Menschen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Dabei sind zwei Verkehrstote zu beklagen und ein Mensch kam bei einem Feuer ums Leben. Dass es im Vorjahr noch insgesamt neun Tote mehr waren, ist nur ein geringer Trost. Jeder Tote ist eben einer zu viel.
Belastung für die Kameradinnen und Kameraden
Man muss sich vor Augen halten, dass im Spree-Neiße Kreis nahezu 100% der Feuerwehreinsätze von freiwilligen Kräften absolviert werden. Menschen, die ohne Bezahlung ihre Arbeit oder Familie verlassen, um anderen Menschen zu helfen. Auch wenn das bedeutet, sich selbst in Gefahr zu begeben, oder Belastungen auszusetzen. Zu der reinen Einsatzzeit kommt zusätzlich noch die Aus- und Fortbildung, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
Unser Dank gilt daher allen Kameradinnen und Kameraden, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz rund um die Uhr dazu beitragen, den Brand- und Katastrophenschutz im Kreis sicherzustellen. Nicht weniger Dank gebührt den Angehörigen, die so oft Verständnis zeigen müssen, wenn die Sirene geht. Was das Einsatzjahr 2026 bringen wird, weiß niemand. Doch das Wichtigste ist, dass alle gesund vom Einsatz wieder zurückkehren.
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